Studie

In der Studie SOEP-CoV untersuchen Forschende die akuten, mittelfristigen und langfristigen sozio-ökonomischen Faktoren und Folgen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland. Verantwortet wird das Projekt durch Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld und des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

 Folgende Themen stehen im Fokus:

a) Prävalenz, Gesundheitsverhalten und Gesundheitliche Ungleichheit,
b) Arbeitsmarkt und Erwerbsarbeit,
c) Soziales Leben, Netzwerke und Mobilität,
d) Psychische Gesundheit und Wohlbefinden
e) Gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Für SOEP-CoV wird seit Anfang April eine Stichprobe von mehr als 12.000 Personen telefonisch interviewt. Eine zweite Befragung wird stattfinden, wenn die Infektionsrate deutlich rückläufig ist. Ausgangsbasis für die Befragungen ist das Sozio-oekonomische Panel (SOEP). Das SOEP ist die längste Wiederholungsbefragung von zufällig ausgewählten Haushalten in Deutschland, an der bereits seit 1984 tausende Haushalte und Einzelpersonen teilnehmen. Daraus ergeben sich zwei Besonderheiten:

(1) Da jedes Jahr dieselben Menschen am SOEP teilnehmen, liegen über diese bereits umfassenden Informationen aus den letzten Jahren vor. So können die Wissenschaftler*innen mit SOEP-CoV schon jetzt Aussagen darüber treffen, wie sich unsere Gesellschaft in der Corona-Krise verändert hat.

(2) Zudem werden wir sie sehen können, wie die aktuelle Krise das Leben in Deutschland in den kommenden Jahren und Jahrzehnten prägen wird. Näheres über die wissenschaftliche Methodik der Studie erfahren Sie hier.

Das Projekt SOEP-CoV wird als Verbundprojekt zwischen der Universität Bielefeld und dem SOEP am DIW Berlin vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Förderaufrufs zur Erforschung von COVID-19 im Zuge des Ausbruchs von Sars-CoV-2 gefördert.

Dabei arbeitet das Projektteam eng mit Kolleg*innen des Robert-Koch-Instituts (RKI), der Charité Berlin, des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) und des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) zusammen.

Die gewonnenen Daten werten die Projektbeteiligten zeitnah aus. Die Ergebnisse werden ab Mai kontinuierlich hier veröffentlicht.